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Social Bots, Filterblasen und Fake News – Kommunikation im digitalen Zeitalter

Social Bots, Filterblasen und Fake News – Kommunikation im digitalen Zeitalter
Studium: Bachelor
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: Do, 12.04.2018
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: • Es besteht Anwesenheitspflicht: Es ist gestattet, zwei Sitzungen zu versäumen. Die Anwesenheit in der ersten Sitzung ist obligatorisch! Beim dritten Fehlen gilt der Kurs als nicht bestanden.
• Präsentation, Hausarbeit und Diskussionsbeitrag
Turnus des Angebots: Sommersemester
Sprache: Deutsch
Raum: FG 2.024
Zeit: Do, 9:45 - 11:15
DozentIn: Fabian Pfaffenberger, M.Sc.

Inhalt:

Von einem „Wettkampf der Algorithmen“ (Deutschlandfunk) über die „Infocalypse“ (Handelsblatt) bis hin zum mittlerweile nahezu obligatorischen „Fake News“-Vorwurf – die Debatte über Informationsaustausch im Internet erlebte im letzten Jahr einen Höhepunkt. Social Bots, Filterblasen und Fake News führten nicht nur in der Kommunikationsforschung, sondern auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem großen Diskurs über die Zukunft des freien und gleichen Zugriffs auf Informationen, deren Bedeutung, Zuverlässigkeit und Anfälligkeit für Manipulation durch Dritte.

Selbstlernende Algorithmen bestimmen, welche Inhalte wir auf sozialen Netzwerken (wie Facebook und Instagram) sehen oder welche Suchergebnisse uns bei Google angezeigt werden. Aufgrund der Datenflut im Internet filtern und sortieren Algorithmen ständig Informationen und liefern dem Nutzer „maßgeschneiderte“ Informationsbündel. Die dadurch entstehenden Echokammern erhöhen das Risiko von Meinungs- und Informationsfilterblasen. Der automatisierte Datenaustausch macht mittlerweile einen Großteil der weltweiten Internetaktivität aus. Bots (selbstständig agierende Programme), handeln mehr oder weniger im Hintergrund und haben bei manipulativer Verwendung einen potentiellen Einfluss auf die Bedeutsamkeit von Themen oder die Meinung in Debatten, wie bei der letzten US-Wahl oder dem Brexit-Votum.

Basierend auf (klassischen) Theorien sowie Studien zu Mediennutzung & -Rezeption, Social Bots, Filterblasen und Fake News sollen sich die Studierenden kritisch mit den aktuellen Entwicklungen der digitalen Kommunikation auseinandersetzen. Welche potentiellen Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf das (Online-)Nutzungsverhalten und die Freiheit der Informationsbeschaffung? Welche Bedeutung und Aktualität haben die bisherigen kommunikationswissenschaftlichen Theorien in der digitalen Welt?

Zudem erhalten die Studierenden anhand praktischer Beispiele einen Einblick in die Funktionsweise von Bots und Algorithmen und erfahren die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Herausforderungen beim Umgang mit diesen Entwicklungen. Je nach Teilnehmerzahl ist auch die praktische Anwendung und Überprüfung der Erkenntnisse vorgesehen (z.B. durch kleine Experimente, wie der Nutzung eines Bots). Neben einer kritischen Auseinandersetzung mit klassischen und neuen Theorien soll das Seminar auch einen achtsameren und vorsichtigeren Umgang mit Internetbasierten Inhalten fördern.

Hinweis: Es werden KEINE Programmierkenntnisse erwartet.

 

Weiterführende Links:

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