Navigation

Protest und Massenmedien – soziale Bewegungen im internationalen Vergleich

Protest und Massenmedien – soziale Bewegungen im internationalen Vergleich
Studium: Bachelor
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: 28.4.2020
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: • Präsentation (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form) und Hausarbeit (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form) und Diskussionsbeteiligung (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form).

• Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen. Es besteht Anwesenheitspflich.

Turnus des Angebots: Wintersemester
Sprache: Deutsch
Raum: FG 2.024
Zeit: Mi 13:15 - 16:30
DozentIn: Dr. Melanie Radue

Inhalt:

Protestbewegungen spiegeln das Bedürfnis nach gesellschaftlichem und politischem Wandel. Protest und Massenmedien stehen hierbei in enger Wechselwirkung und nehmen im Laufe der Zeit ständig neue Formen an. Die Verbreitung des Internets sowie Digitalisierung und Vernetzung von Politik und Gesellschaften führt zum Wandel politischer Kommunikations- und Partizipationsprozesse weltweit. Hierbei sind vor allem transnationale und globale Aspekte der Auswirkung neuer Kommunikationsstrukturen durch internetbasierte Kommunikation und neue Arten politischer Partizipation von besonderer Bedeutung. Kommunikation spielt nicht nur in der Organisation von Protesten eine entscheidende Rolle, sondern dient vor allem der Durchsetzung von Zielen. Das Erreichen massenmedialer Aufmerksamkeit von Protestbewegungen ist somit ein elementares Ziel.

Ein Wandel der lange von linkspolitischen Forderungen dominierten Protestkultur zeigt sich in der Formation der Neuen Rechten. Am Beispiel der „Fridays for Future“-Bewegung zeigt sich aktuell, dass globale Entwicklungen und internationale Problematiken zu lokalen Themen werden und politische und zivilgesellschaftliche Auseinandersetzungen zur Folge haben können. Die Gelbwesten- und Hongkong-Protesten repräsentieren ebenfalls lang andauernde soziale Bewegungen, die internationales Interesse aus Politik und Medien wecken.

Wir werden uns mit dem Wandel und der Interaktion von sozialen Protesten und Massenmedien intensiv beschäftigen und internationale Vergleiche anstellen. Ziel des Seminars ist es, Fragen nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Nutzung von und Präsenz in Massenmedien von Protestbewegungen im internationalen Vergleich zu erarbeiten. Dazu werden wir Symbole, Narrative, mediale (Inter-)Aktionsformen etc. mit Hilfe von theoretischen Grundlagen der Kommunikationswissenschaft und zur sozialen und politischen Mobilisierung anhand von Fallstudien analysieren und vergleichen.

 

Weiterführende Links:

Veranstaltung auf StudOn studon
Veranstaltung in UnivIS univis