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Internationale Kommunikation: Massenmediale Dysfunktionalitäten in Zeiten von Pandemie und Klimakrise

Internationale Kommunikation
Studium: Bachelor
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: 04.11.2020
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: • Präsentation (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form) und Hausarbeit (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form) und Diskussionsbeteiligung (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form).

• Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen. Es besteht Anwesenheitspflich.

Turnus des Angebots: Wintersemester
Sprache: Deutsch
Raum:
Zeit: Mi, 15:00 - 16:30
DozentIn: Dr. Melanie Radue

Inhalt:

Demokratie ist in einem hohen Maße auf Kommunikation, eine kritische Öffentlichkeit sowie die Vielfalt und Konkurrenz von Meinungen angewiesen. Dies zeichnet offene und pluralistische Gesellschaften aus. Aktuell beeinflussen Populismus, Verschwörungsmythen und der Verlust des Vertrauens in Medien und Wissenschaft die Funktionen einer freien und pluralen Öffentlichkeit. Alternative Fakten zu Klima- und Gesundheitsfragen prägen den öffentlichen Diskurs und sind Grundlage für politischen Aktivismus. Hierbei spielt die Globalisierung für beide kritischen Themen eine Rolle: sowohl der Klimawandel als auch das aktuelle pandemische Geschehen sind durch globale Konnektivitäten und industrielle Entwicklungen beeinflusst. Dennoch verlaufen die Diskurse zum Klimawandel und zur Covid-19 Pandemie in unterschiedlichen Bahnen. Vor allem der Wissenschaftskommunikation kommt eine völlig neue Rolle zu. Schon immer berät die Wissenschaft Politik. Jedoch stand die Wissenschaft selten so zentral im politischen und gesellschaftlichen Rampenlicht wie zu aktuellen Krisenzeiten.

Im Zuge von Globalisierungsprozessen spielen Medien sowohl als Motor als auch als Ergebnis dieser Veränderungen eine bedeutende Rolle. Massenmedien schaffen translokale Konnektivität, die Informationsflüsse weltweit verknüpft. Räumliche, zeitliche und kulturelle Grenzen werden im massenmedial geprägten Modernisierungsprozess verwässert. Hierbei stellt sich die Frage nach Differenzierungs- und Homogenisierungstendenzen einer globalen, von Massenmedien stark geprägten „Weltgesellschaft“ und ihrem Umgang mit Folgen der Globalisierung, wie dem sogenannten „Klimawandel“ oder einer Pandemie.

Im Seminar werden wir aktuelle kommunikationswissenschaftliche Fragen zu Mis-, Dis- und Malinformationen, zur Rolle von Wissenschaftskommunikation (in aktuellen Krisenzeiten) erörtern und mit internationaler Perspektive diskutieren. Ziel ist es, mit Hilfe von theoretischen Ansätzen und wissenschaftlichen Studien die aktuelle Berichterstattung zu Klimaveränderungen und Gesundheitskrisen kritisch zu analysieren und einordnen zu können.

 

Weiterführende Links:

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