Navigation

E-Health als Medienthema: Analyse der Berichterstattung über Digital-Health-Entwicklungen von der elektronischen Gesundheitskarte bis zur ärztlichen Fernbehandlung

E-Health als Medienthema: Analyse der Berichterstattung über Digital-Health-Entwicklungen von der elektronischen Gesundheitskarte bis zur ärztlichen Fernbehandlung
Studium: Master
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: Mi, 24.10.2018
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: • Präsentation (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form), Hausarbeit (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form)
• Es besteht Anwesenheitspflicht.
Turnus des Angebots: Wintersemester
Sprache: Deutsch
Raum: FG 2.024
Zeit: Mi, 13:30 - 15:00 Uhr
DozentIn: Dr. Eva-Maria Lessinger

Inhalt:

Mit dem Beschluss des 121. Deutschen Ärztetages im Mai 2018, das Fernbehandlungsverbot zu lockern, tritt die Arzt-Patient-Beziehung endgültig in das Zeitalter der digitalisierten Medizin ein. Demnach dürfen Ärzte fortan im Einzelfall auch bei ihnen noch unbekannten Patienten eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien vornehmen, sofern dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt gewahrt bleibt. Nur drei Minuten nachdem die Delegierten den Antrag angenommen hatten, trafen per SMS die Glückwünsche des Bundesgesundheitsministers Spahn ein (vgl. Höhl, 2018). So euphorisch sind so genannte „E-Health“-Entwicklungen in Deutschland nicht immer von begrüßt worden. Zwar sah schon das GKV-Gesundheitsmodernisierungsgesetz von 2003 die elektronische Übermittlung von Befunden, Diagnosen, Therapieempfehlungen und Behandlungsberichten vor, was durch das E-Health Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen 2016 noch einmal verstärkt und erweitert wurde. Aber in der Praxis erwies sich beispielsweise die elektronische Gesundheitskarte als teurer Flop. Zu den stärksten Barrieren der „Digital Health“ zählen fehlende Evidenz und mangelnde Finanzierung, rechtliche Bedenken, die mangelhafte Interoperabilität und nicht zuletzt die fehlende gesellschaftliche Akzeptanz.

Gerade was die gesellschaftliche Akzeptanz anbelangt, spielt die Berichterstattung der Medien über E-Health eine entscheidende Rolle, weil sie nicht über die rasanten, unübersichtlichen Entwicklungen im Digital Health-Sektor von der E-Gesundheitskarte über die elektronische Patientenakte bis hin zur Telerehabilitation berichten, sondern selbst als Träger elektronischer Gesundheitsinformationen (z.B. Gesundheitsseiten im Internet, Ärzte-, Apotheken- und Klinikverzeichnisse, Bewertungsportale usw.) fungieren. Ziel der Veranstaltung ist es daher, zunächst die Entwicklung von E-Health zu skizzieren, die verschiedenen Anwendungen zu systematisieren und auf diese Basis mittels einer quantitativen Inhaltsanalyse zu untersuchen, wie die Massenmedien über dieses Thema berichten.

Weiterführende Links:

Veranstaltung auf StudOn studon
Veranstaltung in UnivIS univis