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Der Angelina Jolie- und Charlie Sheen-Effekt: Die Wirkung massenmedialer Berichterstattung über kranke Prominente.

Der Angelina Jolie- und Charlie Sheen-Effekt: Die Wirkung massenmedialer Berichterstattung über kranke Prominente
Studium: Master
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: 22.4.2020
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: • Präsentation (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form) und Hausarbeit (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form).

• Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen. Es besteht Anwesenheitspflich.

Turnus des Angebots: Sommersemester
Sprache: Deutsch
Raum: FG 2.024
Zeit: Mi 13:15 - 16:30
DozentIn: Dr. Eva-Maria Lessinger

Inhalt:

Wenn die Medien über Prominente mit einer nachhaltig lebensverändernden oder lebensbedrohenden Erkrankung berichten, können zwei Medieneffekte auftreten: Einerseits steigert die Berichterstattung die Bekanntheit der jeweiligen Krankheitsbilder und erhöht die Nachfrage nach Präventions-, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Andererseits schürt die Berichterstattung Ängste und Verunsicherungen. Besonders deutlich zeigte sich dieser Effekt im Fall der Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie, die sich 2013 öffentlich zu einem BRCA1-Gendefekt und zu einer beidseitigen prophylaktischen Mastektomie ohne Brustkrebsdiagnose bekannte. Daher hat diese Medienwirkung mittlerweile unter der Bezeichnung der „Angelina-Effekt“ Eingang in die Fachliteratur gefunden. Aber auch die öffentliche Enthüllung der HIV-Infektion des US-Schauspielers Charlie Sheen 2015 hatte einen ähnlichen Effekt.

Ziel des Seminars ist es, die Berichterstattung über kranke Prominente aus medienrechtlicher, medienethischer und journalistischer Perspektive zu analysieren, um auf dieser Basis anhand verschiedene Ansätze der Medienwirkungsforschung den Angelina Jolie- und Charlie Sheen-Effekt zu erklären und zu bewerten.

 

Weiterführende Links:

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