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Der „Angelina-Effekt“: Die Wirkung von massenmedialen Brustkrebs-Präventionskampagnen

Der „Angelina-Effekt“: Die Wirkung von massenmedialen Brustkrebs-Präventionskampagnen
Studium: Master
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: Mi, 24.10.2018
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: • Präsentation (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form), Hausarbeit (tw. in Gruppenarbeit, tw. in elektronischer Form)
• Es besteht Anwesenheitspflicht.
Turnus des Angebots: Wintersemester
Sprache: Deutsch
Raum: FG 2.024
Zeit: Mi, 09:45 - 11:15
DozentIn: Dr. Eva-Maria Lessinger

Inhalt:

Am 14. Mai 2013 publizierte die New York Times unter dem Titel „My Medical Choice“ eine persönliche Stellungnahme von Angelina Jolie, in der sich die Hollywood-Schauspielerin öffentlich zu einem BRCA1-Gendefekt und zu einer beidseitigen prophylaktischen Mastektomie ohne Brustkrebsdiagnose bekennt und andere Frauen explizit ermuntert, ihrem Beispiel zu folgen. Diese persönliche Gesundheitskampagne eines weltweit bekannten Filmstars blieb nicht folgenlos: Einerseits steigerte die Bekanntheit von Angelina Jolie die öffentliche Aufmerksamkeit für das eher seltene Krankheitsbild. Andererseits schürte die Berichterstattung Ängste und Verunsicherungen unter Frauen. So belegen empirische Studien eine signifikant gestiegene Nachfrage nach Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei familiärem Brustkrebs, vor allem eine gestiegene Nachfrage nach Gentests und prohylaktischen Mastektomien. Diese Medienwirkung hat mittlerweile unter der Bezeichnung der „Angelina-Effekt“ Eingang in die Fachliteratur gefunden. Trotz dieser ambivalenten Wirkung warb 2015 in Deutschland auch die Schauspielerin Nina Petri mit dem Slogan „Ich liebe meinen Busen“ für das wegen der zahlreichen falsch-positiven Diagnosen medizinisch umstrittene Mammographie-Screening. Auch im Fall dieser Kampagne lautete die Kritik, dass die medizinische Aufklärung gering gewesen sei, dafür bei Frauen aber viele Ängste geschürt worden wären.

Ziel des Seminars ist es, nicht nur aber insbesondere von Prominenten gestützte massenmediale Brustkrebs-Präventionskampagnen zu analysieren und deren Wirkung zu untersuchen. Zu diesem Zweck werden zunächst die theoretischen Voraussetzungen erarbeitet (Definition und Aufbau von Kommunikationskampagnen im Gesundheitsbereich) und anschließend die Wirkungen solcher Kampagnen analysiert.

 

Weiterführende Links:

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