Aufklärungskampagnen im internationalen Vergleich

Aufklärungskampagnen im internationalen Vergleich
Studium: Bachelor
Veranstaltungsart: Seminar
Beginn ab: Di, 17.10.2017
SWS: 2
ECTS: 5
Studien- und Prüfungsleistung: Portfolioprüfung: Mitarbeit/Diskussionsbeteiligung, Präsentation und Seminararbeit. Die Gewichtung der Teilleistungen wird in der ersten Sitzung bekannt gemacht.

Es besteht Anwesenheitspflicht: Es ist gestattet, zwei Sitzungen zu versäumen. Beim dritten Fehlen gilt der Kurs als nicht bestanden.

Die Anwesenheit in der ersten Sitzung ist obligatorisch!

Turnus des Angebots: Wintersemester
Sprache: Deutsch
Raum: FG 2.024
Zeit: Di, 9:45 - 11:15
DozentIn: Dipl.-Sozw. Rebecca Brix

Inhalt:

„Das Kinn von Opa. Die Augen von Papa. HIV von Mama.“ – so ein Angstappell der Michael Stich Stiftung in einer Aufklärungskampagne gegen HIV vor fast zwei Jahrzehnten. Auf dem Plakat ist ein Baby abgebildet, das kombiniert mit diesem Appell zu Schock und Empörung führte. Allerdings scheinen nicht nur Kampagnen gegen HIV im Allgemeinen, sondern auch der Einsatz von schockierenden Elementen in Aufklärungskampagnen in Deutschland zurückgegangen zu sein. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass in anderen Ländern noch kontroverse HIV-Kampagnen existieren. In Frankreich erregte 2016 nicht nur die Kampagne des Gesundheitsministeriums, sondern auch die von „Association AIDES“ große Aufregung und Diskussion. Association AIDES zeigt zum Beispiel sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Personen in eindeutigen Stellungen in schwarz-weiß gepaart mit dem Spruch „Ein HIV-Positiver in Behandlung kann uns viel geben. Nur nicht den HIV-Virus.“

Dieser erste Ländervergleich innerhalb der HIV-Aufklärung zeigt unterschiedliche Strategien. Verschiedene Bereiche wie zum Beispiel die Aufklärung zur Straßenverkehrssicherheit oder zum Drogenkonsum bilden den Mittelpunkt des Seminars. Ein Vergleich von Studien und Kampagnen innerhalb der jeweiligen Bereiche soll mögliche landesspezifische Differenzen aufdecken. Die Studierenden erlernen zunächst die allgemeinen theoretischen Grundlagen und die unterschiedlichen Strategien respektive Stimuli (z.B. Sex-Appeal oder Angstappelle) von Werbung und Kampagnen. Theorien und Studien zur Erklärung der Funktion und Wirkung der Strategien müssen die Studierenden sowohl in Gruppen als auch einzeln selbstständig recherchieren und den Mitstudierenden vorstellen können. Ebenso müssen die Seminarteilnehmer/-innen Studien zum Thema präsentieren, kritisieren und anschließend im Plenum diskutieren. Von großer Bedeutung ist die praktische Anwendung, die die Studierenden mit der Analyse von ausgewählten Kampagnen unter Beweis stellen. Ziel des Seminars ist, die Studierenden für fachspezifische und fachübergreifende Diskussionen, für die Umsetzung in der Praxis sowie für empirische Untersuchungen zum Thema vorzubereiten.

Weiterführende Links:

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